Nebenkosten beim Kauf eines Einfamilienhauses

Auch in Deutschland entscheiden sich heute nach wie vor die meisten Verbraucher für ein Einfamilienhaus und nicht für eine Eigentumswohnung, wenn es um das private Wohneigentum geht. Viele Verbraucher sehen im Einfamilienhaus die ideale Art zu wohnen und zum Beispiel auch einige Vorteile gegenüber dem Erwerb einer Eigentumswohnung. Das sind zum Beispiel die Unabhängigkeit und auch räumliche Freiheit, wie man sie bei der Eigentumswohnung nicht vorfinden kann, weil diese stets ein Teil in einer Gesamtimmobilie ist. Daher geht es bei vielen zukünftigen Immobilienbesitzern vor dem Kauf eigentlich nur darum, ob man sich für ein Einfamilienhaus, eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus entscheidet. Die zweite zu klärende Frage ist dann meistens nur noch, ob das Einfamilienhaus neu gebaut oder gekauft werden soll. Während in Deutschland neben den Einfamilienhäusern durchaus auch Reihenhäuser und Doppelhaushälften weit verbreitet sind, kennt man diese Form des Wohnens im Ausland in nicht wenigen Staaten überhaupt nicht.

Schaut man sich zum Beispiel die USA oder auch europäische Staaten wie Norwegen, Dänemark und auch Österreich an, so ist dort das Einfamilienhaus mit Abstand weiter verbreitet als etwaige Doppelhaushälften oder auch als Reihenhäuser. Vielleicht ist das Reihenhaus aufgrund des in Deutschland weit verbreiteten Platzmangels wiederum deshalb eine typisch deutsche Form der Wohnweise. Auch rechtlich ist die Übertragung des Wohneigentums aufgrund der klar definierten Wohneinheit einfacher, als es beispielsweise bei der Eigentumswohnung oder beim Reihenhaus der Fall ist. Wenn man sich zum Kauf eines Einfamilienhauses im Ausland entscheiden sollte, zum Beispiel als Ferienhaus, dann sind stets besondere Tatsachen rund um die Eigentumsübertragung zu beachten, die nicht in jedem Land automatisch auf die Art und Weise abläuft, wie es hierzulande üblich ist.

Was die Kosten, Gebühren und Provisionen betrifft, die in Kombination mit dem Kauf oder dem Bau eines Einfamilienhauses anfallen werden bzw. anfallen könnten, so muss auch diesbezüglich zunächst zwischen dem Kauf und dem Bau eines Einfamilienhauses unterschieden werden, da hier unterschiedliche Gebühren und Kosten zum Tragen kommen können. So fallen zum Beispiel beim Kauf Kosten in Form der Eintragung ins Grundbuch an, für den notariellen Kaufvertrag, für die Grunderwerbssteuer und zu rund 90 Prozent muss auch eine Maklercourtage gezahlt werden, da man sehr viele Häuser in Deutschland und auch teilweise im Ausland nur noch über einen Makler bekommen kann. Beim Bau des Hauses fällt hingegen natürlich keine Maklerprovision an, höchstens auf der Suche nach einem passenden Grundstück könnte man vor dem Bau des Hauses noch über einen Makler und den damit verbundenen Gebühren in Höhe von rund drei bis sechs Prozent „stolpern“. Wichtig ist bezüglich des Einfamilienhauses jedenfalls, dass man alle etwaigen Gebühren und Provisionen auch bei der Kostenkalkulation mit berücksichtigt.