Günstige Finanzierung von privatem Wohneigentum
Ob man sich nun für eine Eigentumswohnung, ein Einfamilienhaus, eine Doppelhaushälfte oder eine sonstige Art des Wohnens und des Wohneigentums entscheidet - vor dem Kauf oder vor dem Bau des gewünschten Objektes muss zunächst geklärt werden, wie der Eigentumserwerb eigentlich finanziert werden soll. Meistens wird man sich für ein Bankdarlehen in Form eines Immobilienkredites entscheiden. Das ist in der überwiegenden Anzahl aller Fälle ein so genanntes Annuitätendarlehen, welches man in regelmäßigen monatlichen Raten an die kreditgebende Bank über den Zeitraum X zurückzahlt. Alternativ oder/und ergänzend gibt es aber auch noch andere Darlehensarten, wie beispielsweise das endfällige Darlehen, das Bauspardarlehen oder das KfW-Darlehen. Eine weitere Alternative, und zwar aus dem Ausland, ist das so bezeichnete Fremdwährungsdarlehen. Es handelt sich schon alleine aufgrund der Tatsache beim Fremdwährungsdarlehen fast immer um eine Finanzierung aus dem Ausland, weil dieser Kredit von ausländischen Banken in einer - aus deutscher Sicht - fremden Währung vergeben wird. Was sollte man zu dieser Form der Auslandsfinanzierung wissen und worin bestehen die möglichen Vorteile und Nachteile eines solchen Fremdwährungsdarlehens?
Genutzt werden derartige Währungsdarlehen nahezu ausschließlich zur Immobilienfinanzierung. Typisch für die Fremdwährungsdarlehen ist zunächst einmal, dass es sich um so genannte endfällige Darlehen handelt. Und zwar muss die Darlehensschuld hier praktisch auf einen Schlag getilgt werden, nämlich wenn das Darlehen fällig geworden ist. Aus dieser Tatsache ergibt sich auch der Fakt, dass mit dem Abschluss eines Fremdwährungsdarlehens besondere Währungsrisiken verbunden sind. Denn verliert der Euro gegenüber derjenigen Währung, in welcher das Fremdwährungsdarlehen sowohl ausgezahlt als auch später in vielen Jahren wieder zurückgezahlt werden muss an Wert, so entstehen beim Kreditnehmer definitiv Währungsverluste. Sollte die Fremdwährung allerdings an Wert verlieren, so ist das für den Kreditnehmer sehr positiv, denn dann würde er Währungsgewinne verbuchen können. Im Hinblick auf die Finanzierung über ein solches Fremdwährungsdarlehen und bei Immobilienfinanzierungen im Allgemeinen müssen auch Kosten und Gebühren beachtet werden.
Beim Fremdwährungsdarlehen fallen zum Beispiel gleich zweimal Gebühren für die Umrechnung der Fremdwährung in Euro an. Zunächst muss man die zum Beispiel in Schweizer Franken ausgezahlte Darlehenssumme in Euro umtauschen/umrechnen lassen und später muss dann der Euro wieder zurück in Schweizer Franken getauscht werden, damit man das Darlehen wie vorgesehen in Schweizer Franken tilgen kann. Bei einer Immobilienfinanzierung kann es generell aber noch weitere Gebühren und zu zahlende Provisionen geben, die einen nicht unerheblichen Teil der Nebenkosten ausmachen können. Zu nennen sind hier zum Beispiel gerade bei Auslandsfinanzierungen die Vermittlungsprovisionen, die man an einen Kreditvermittler zahlen muss. Denn viele Fremdwährungsdarlehen erhält man als deutscher Verbraucher nur über einen solchen Kreditvermittler, der dann für seine Vermittlung eine von der Darlehenssumme abhängige Provision bekommt. Aber auch hierzulande gibt es natürlich solche Kreditvermittler, an die ebenfalls eine Gebühr zu entrichten ist.
